Wie ein Mensch ein schwer belastendes Ereignis oder eine schwierige Lebenssituation verarbeiten kann, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Unter anderem vom Lebensalter, von individuellen Ressourcen, wie z.B. der Fähigkeit die eigenen Emotionen selbst zu regulieren und ganz wesentlich auch davon, ob ein unterstützendes soziales Umfeld vorhanden ist.
Übersteigt die Intensität des erfahrenen Ereignisses die persönlichen Bewältigungsmöglichkeiten, kommt es zu einer Traumatisierung. Dabei werden zwei verschiedene Arten von Traumata unterschieden:
Ein Schocktrauma entsteht durch ein zeitlich umrissenes extrem belastendes Ereignis, mit Gefahr für die konkrete Sicherheit – bis hin zur Gefährdung der körperlichen Existenz. Das trifft z.B. bei Unfällen, Gewalterfahrungen, sexuellen Übergriffen, plötzlichen Verlusterfahrungen oder Naturkatastrophen zu.
Typische Symptome einer solchen „Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS)“, können kurzfristig oder auch zeitlich verzögert auftreten:
Ein Entwicklungs- und Bindungstrauma entsteht als Reaktion auf andauernde sich wiederholende traumatische Erfahrungen von Vernachlässigung, körperlichem, emotionalem oder sexuellem Missbrauch, häuslicher Gewalt, ständiger Demütigung, oder dem Verlust eines oder beider Elternteile u.v.m.
Diese traumatischen Erfahrungen beeinträchtigen unsere kindliche Entwicklung und können zu einer dauerhaften Störung im Umgang mit unseren Gefühlen und unserer Beziehungsfähigkeit führen.
Die Symptome einer solchen „komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS)“, sind äußerst vielschichtig und zu den genannten Symptomen des Schocktraumas kommen noch weitere hinzu:
Traumatische Erfahrungen hinterlassen Spuren in unserem Körper, weil sie sich tief in unser Nervensystem eingraben.
Erlebnis- und Reaktionsmuster, die in der Zeit der erfahrenen Traumatisierung überlebensnotwendig waren, prägen weiterhin das Lebensgefühl und die Reaktionen auf heutige Ereignisse und Begegnungen. Sie wirken sich aus in unseren Beziehungen zu anderen Menschen und zum eigenen Selbst.
Gefühle von Fremdheit oder „mit mir stimmt etwas nicht“, das Empfinden getrennt zu sein von anderen Menschen, nicht zuhause zu sein im eigenen Körper, bei gleichzeitiger Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Verbindung, führen oft zu einem großen Leidensdruck.
Die Entscheidung, eine/n qualifizierte/n Traumatherapeutin/en aufzusuchen, ist ein erster Schritt auf dem Weg heraus aus dem Teufelskreis der Traumafolgen.
Veränderung braucht Mut und Geduld.
Eine empathische und zugleich freilassende, verlässliche therapeutische Beziehung hilft Ihnen, sich auf diesen Prozess einzulassen.
Stabilisierung steht zu Beginn des traumatherapeutischen Weges an erster Stelle. Die eigenen inneren und äußeren Ressourcen wieder zu entdecken und für sich nutzen zu lernen, spielt dabei eine wichtige Rolle.
Achtsam und bewusst die eigenen emotionalen und körperlichen Empfindungen wahrnehmen zu lernen und die eigene Selbstwirksamkeit zu erkennen und damit zu arbeiten, sind wesentliche Bestandteile von Traumatherapie.
Ich arbeite mit verschiedenen Methoden, vor allem in Anlehnung an bindungs- und körperorientierte psychotherapeutische Verfahren, wie
SEI (Somatisch-Emotionale- Integration),
SE (Somatic Experiencing),
Polyvagal-Theorie, außerdem mit
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) und Psychosynthese.
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